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Der Letzte seiner Art

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Mitten auf der grössten Flussinsel Deutschlands lebt und arbeitet einer der einzigen Galionsfiguren-Schnitzer der Welt. Claus Hartmann liebt seinen Job.

 

Claus Hartmann steht vor seiner Werkstatt. Es ist der Schuppen eines ehemaligen Bauernhauses. Oben, wo der Heuboden war, hat er sich mit seiner Familie eine Wohnung gebaut. Er tritt ein und geht die Treppen hinauf. Der Boden besteht aus sperrigem, massivem Holz. «Das waren mal Duckdalben», sagt der Künstler. «Eine Schifffahrts-Gesellschaft konnte meine Galionsfigur nicht bezahlen und hat mir deshalb Holz dafür gegeben.» Der kernige Norddeutsche kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Alles im Loft erinnert an die Seefahrt. Galionsfiguren, Bilder, Möbel. Kaum zu glauben, dass Claus Hartmann selber kein Fernweh hat und auch nicht ständig auf dem Meer anzutreffen ist. «Am wohlsten ist es mir zu Hause. Ich bin ein richtiger Hobbit», wiederum lacht er. Hierhin, an diesen einsamen Ort, passt auch seine äussere Erscheinung. Fast schon einsiedlerisch wirkt er – und autonom. Ganz sicher aber weiss er genau, was er will. Obwohl er die Abgeschiedenheit liebt, ist er nicht einsam. Seine Frau und seine beiden Kinder bilden das Zentrum seines Alltags. «Ich baue meine Termine und meine Arbeit um die Familie herum.» Arbeit – das sind sechs bis acht Galionsfiguren, maritime Schnitzereien und Reliefs pro Jahr. «An jeder Figur habe ich ungefähr zwei bis drei Monate.

 

Artikel zum Downloaden: technik_galionsfiguren-schnitzer_104_d.pdf (PDF, 1.05 MB)

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