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Bretagne – Im Bann der Gezeiten

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Eine Seereise von Saint Malo nach Jersey, Guernsey und Alderney ist eine navigatorische Herausforderung. Wer der eigenwilligen See erliegt, kann sich ihr genauso wenig entziehen, wie der Ebbe und der Flut, die in diesem Revier alles beherrschen.

 

«Wo nur liegt diese verflixte Tonne?» Der Navigator sucht mit dem Fernglas den Horizont ab, versch­windet im Niedergang, beugt sich über die Seekarte, kommt wieder ins Cockpit. Draussen taucht die tief stehende Sonne Wasser und Himmel in ein leuchtendes Farbenmeer. Die Segelyacht Saphir rauscht unter vier Beaufort vor dem Wind Richtung Saint Malo, ­unterstützt von zwei Knoten Strom. Der Navigator ist gefordert. Zum Studieren bleibt keine Zeit, bereits ­tauchen die ersten Fahrwassertonnen des Chenal de la Grande Porte, der Westeinfahrt nach Saint Malo auf. Überall durchbrechen Felsspitzen das schäumende Wasser. Die Segelyacht ist nicht allein, hinter ihr folgen Boote und weiter nördlich leuchten die Segel einer Yacht, die Saint Malo durch den Chenal de la Petite Porte ansteuert. Die Wassertiefe beträgt laut Karte keine zehn Meter, die Pierres des Portes, die gleich backbord passiert werden, sind elf Meter über Kartennull. Doch jetzt sind die Felsen kaum zu sehen, die Flut steigt. In zwei Stunden, bei Hochwasser, wird die Tiefe 12,65 Meter betragen. Die Segelyacht würde mit ihren 1,80 Metern Tiefgang darüber schrammen.

 

 

 

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