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Die ersten Kapitel sind geschrieben

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Der Mythos des America’s Cups basiert zu einem grossen Teil auf Persönlichkeiten: Sir Thomas Lipton ist eine, Dennis Conner oder Russell Coutts sind andere. Noch bevor klar war, wer am 23. Juni als Gegner von Alinghi antreten darf, haben bereits verschiedene Namen Geschichte geschrieben.

 

Am 24. Mai 2007 um 17 Uhr war es soweit. Auf der Basis von BMW Oracle Racing wurde zu einer kurzfristig angesagten Pressekonferenz geladen. Einziges Thema: Chris Dickson, als CEO, Skipper und Steuermann die starke Person im Team von Software-Milliardär Larry Ellison, hat seinen Rücktritt eingereicht und verlässt das Team per sofort. Auch wenn die Information selbst relativ überstürzt daher kam – die Trennung von Dickson und Ellison als solche war alles andere als überraschend.

 

BMW Oracle, mit dem grössten Budget aller Challenger angetreten und noch in den Round Robins vermeintlich mit der schnellsten Yacht unterwegs und gut auf Kurs, blieb im Halbfinale gegen Luna Rossa chancenlos und verlor klar mit 1:5. Damit ging ein weiters Kapitel in der Geschichte von Chris Dickson unerfreulich zu Ende und der Neuseeländer könnte als eine der tragischen Figuren des America’s Cups in Erinnerung bleiben.

 

Der Junioren-Weltmeister und dreifache Match Race-Weltmeister versuchte 2007 schon zum fünften Mal, den America’s Cup in sein Palmares aufzunehmen. Mit 24 steuerte er 1986 die «Kiwi Magic» bis in den Final des Louis Vuitton Cups, verlor dort aber gegen Dennis Conner auf «Stars & Stripes» mit 1:5. In San Diego, 1992 und 1995, wurde er beide Male Dritter des Louis Vuitton Cups, einmal am Ruder von «Nippon Challenge », einmal mit «TAG Heuer». 2003 engagierte ihn Larry Ellison während des bereits laufenden Louis Vuitton Cups als Skipper für «Oracle BMW». Er erreichte das Finale und verlor… 1:5 gegen Alinghi!

 

2007 hätte nun das grosse Jahr für Chris Dickson werden sollen. Mit einem beinahe unlimitierten Budget und allen Kompetenzen ausgestattet, hätte er BMW Oracle in den America’s Cup gegen Alinghi führen sollen. Hätte… Beim letzten Lauf zwischen BMW Oracle und Luna Rossa war Chris Dickson nicht einmal mehr mit an Bord – Larry Ellison hatte ihn nach Hause geschickt und den Cup unerfahrenen Dänen Sten Mohr ans Ruder beordert.

 

Artikel zum Downloaden: Helden (PDF, 918.4 KB)
Weitere Informationen:  http://www.americascup.com

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